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Südasien – Region einer Reihe von Büchern, die ich übersetzt habe

Aug2017-300

Vielleicht hatte ich gleich das 42. Kapitel aufgeschlagen
und gelesen:

The Beginning of Autumn:
She floats in her autumn,
Yellowed like a leaf
And free.

Noch ein bisschen blättern und der Gedanke kam mir – damals zum
ersten Mal: Das möchte ich übersetzen! Nach meiner Pensionierung hätte ich nun Zeit für solche Arbeiten.
Kamala Das wohnte in Kochi in Kerala, nur etwa 1000 km südlich von meinem damaligen Winteraufenthalt 1998/99 in Goa. Ich rief sie an und sie lud mich für eine Woche zu sich ein. Ich hatte eine Reihe Fragen zum Buch. Erst nach meinem Verzweiflungsanfall darüber, dass ich sie nie allein sprechen konnte am vorletzten Tag, kam sie in mein Gästeappartement (gleich neben ihrer Wohnung): Nun werde uns niemand stören!
Deutsch hieß das Buch inzwischen Herbstbeginn (My Story): Es erzählt davon, wie die Autorin/Erzählerin ihr Älterwerden erlebt.
In Indien hatte es 11 Jahre zuvor Stürme erregt – in Deutschland fehlten mir die Kontakte zu „traditionellen Verlagen“. Lotos in Berlin schien eine Möglichkeit zu bieten. Die erwies sich als (be)trügerisch. Für den Verlag sollte ich 2 Romane übersetzen. Auch das war eine Täuschung: Meine Übersetzungen verschwanden im Abgrund des Verlags-Computers. Als Pay-Verlag übernahm Lotos die erste Ausgabe meines Textes Lost in Goa. [als eBuch Untertitel: Fakten und Fiktion]. Darin berichte ich am roten Faden einer fiktiven, fast kriminellen Handlung über das, was ich über Land und Leute dort in Erfahrung bringen konnte.
Schließlich nahm ich Herbstbeginn in meine eBuch-Reihe auf. Im Nachwort erzähle ich ausführlich von meinem Aufenthalt bei Kamala.
Immerhin bekam ich dann von Lotos den „Auftrag“, den Briefwechsel Mein lieber Meister (1920-1938) zwischen Rabindranath Tagore und seiner Übersetzerin ins Deutsche zu übersetzen. Jahre später veröffentlichte der Draupadi Verlag, Heidelberg, „anlässlich der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag Rabindranath Tagores“ meine Übersetzung. Nach diesem guten Anfang bei dem Verlag wurde ich mit der Übersetzung (aus Englisch aus Tamil) des in Tamil Nadu spielenden Romans Salma, Die Stunde nach Mitternacht betraut.
2011 kam der Kontakt mit Dr. Yahya Wardak, Afghanic, zustande. Ich übersetzte Mein Leben. Autobiographie des Abdul Ghaffar Khan, das dann 2012 bei Afghanic erschien. Schon damals fanden wir wichtig, dass der historische Hintergrund deutlicher würde. Diese Aufgabe erfüllte offenbar Rajmohan Gandhis Buch Ghaffar Khan. Gewaltfreier Badshah der Paschtunen. Der Autor übertrug uns die Rechte für die Veröffentlichung einer deutschen Ausgabe und sechseinhalb Jahre nach dem Abschluss meiner Übersetzung liegt das Buch nun als eBuch (in meiner Reihe) eBuch und als TASCHENBUCH vor.

(Inhaltlich war „Gewaltfreiheit“ das Bindeglied zu meiner übrigen Arbeit. Seit 2012 besteht ein wöchentlicher, seit zwei Jahren auch persönlicher Kontakt mit dem in Tel Aviv lebenden Autor Uri Avnery. Seine Wochen-Artikel werden auf den beiden deutschen Websites: lebenshaus-alb.de und nrhz.de veröffentlicht. Alle Jahrgänge seitdem sind als Papier- oder eBücher erschienen.)
Als nächste „Anregung“ schickte mir Dr. Wardak die kleine Schrift The Pathan vom Sohn Ghaffar Khans: Ghani Khan. Schrift und Autor sprachen mich so sehr an, dass ich weitere Texte von und über Ghani zusammenstellte. Daraus entstand Ghani Khan, Schriften. Von ihm und über ihn, das 2016 bei Afghanic erschien.

Im Laufe der Jahre ergaben sich aus dieser Beziehung einige weitere Übersetzungen. Schließlich wurde mir klar, dass ich die Veröffentlichung selbst in die Hand nehmen musste. Größeres Interesse erwartete ich für moderne Kurzgeschichten aus Afghanistan: M. ZARIN ANZOR, Erinnerungen aus einem afghanischen Dorf . Deshalb machte ich nicht nur ein eBuch, sondern auch ein „Taschenbuch“ daraus (das mit dem Titelbild der 1. und den Illustrationen der 2. Auflage der englischsprachigen Ausgabe recht ansprechend geworden ist).
Dann fand ich schließlich die Möglichkeit heraus, auf meiner Webseite ganze Bücher (als PDFs und auch als docDateien) zugänglich zu machen. Daraus ergaben sich die folgenden Veröffentlichungen von Übersetzungen von Büchern, die mir Dr. Wardak im Laufe der Jahre angeboten hatte:
RAHMAN BABA, Der Diwan
S.W.A.SHAH: Ethnizität, Islam und Nationalismus (1937-1947)
(Den Autor hatte ich auf einer Afghanistan-Tagung kennengelernt. Er war damals Gastprofessor in Heidelberg.)
Spiegel der NationMELI HINDARA. Volkserzählungen. 3 Bände (Zu jeder Geschichte gibt es ein ganzseitiges farbiges, sehr romantisches Bild.)
PYARELAL: Eine Pilgerreise für den Frieden. Gandhi und Badshah Khan bei den Pathanen in der Nordwestgrenzprovinz.
Auch die kleine Schrift von Mahadev Desai (1892-1942), Zwei Diener Gottes (die Brüder Khan) ist jetzt auf meiner Webseite in Deutsch zu finden:
Ein Schritt weiter und ich war bei Mahadevs Sohn Narayan (1924-2015). Zunächst stieß ich auf Gandhi mit den Augen eines Kindes und dann – im Internet – auf die umfangreichere Darstellung BLISS WAS IT TO BE YOUNG WITH GANDHI/ CHILDHOOD REMINISCENCES OF NARAYAN DESAI. Die zu übersetzen ist wegen der dargestellten Ereignisse und wegen der ansprechenden Darstellungsweise eine große Freude. Meine deutsche Übersetzung der kleinen Schrift ist jetzt in vollem Umfang als PDF auf meiner Webseite veröffentlicht.
Dann war es nur noch ein Schritt zu Narayan Desais großem Buch über seinen Vater: The Fire and the Rose. Die 700 großen Seiten werden mich wohl einige Zeit beschäftigen. Nach einer Anfrage verwies mich der Verlag auf die Erben, die bisher noch nicht auf meine Anfrage reagiert haben. Der englischen Übersetzung (aus Gujarati 1993) 1995 konnten ja noch keine Dateien zugrunde liegen, sodass ich aus dem Buch werde übersetzen müssen. Die Gestalt dieses außergewöhlichen Menschen und persönlichen Sekretärs Gandhis besitzt Eigeninteresse, also Interesse über seine Beziehung zu Gandhi hinaus. Alles Weitere hinsichtlich dieses Projekts deckt noch der Schleier der Zukunft.
Ein Freund kommentierte: „Ah, du bereitest ein Fragment für deinen Nachlass vor!“

GANDHI AUS NÄCHSTER NÄHE. DIE SEGNUNG IN GANDHIS NÄHE AUFZUWACHSEN. KINDHEITSERINNERUNGEN NARAYAN DESAIS

NarayanBliss27.1.18BlissCover1563Schrift
Der Sohn von
Gandhis persönlichem Sekretär
Mahadev Desai (1892-1942) Narayan Desai (1924-2015) erzählt von frohen und bitteren Kindheitserfahrungen in der Nähe Gandhis, von erlebter Freude und erlebtem Leid. Dabei wird deutlich, dass Gandhi nicht nur an sich, sondern auch an die Menschen seiner engen Umgebung höchste Anforderungen stellte. Ebenso zeigt sich jedoch auch Gandhis mitfühlendes und zugewandtes Wesen.

Die Art der Darstellung schlägt glei-chermaßen wie das Dargestellte den Leser in ihren Bann.

Jetzt auch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Dort auch als PDF.

Wie der Elefant in die Freiheit flog

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Idee zum Text und Bilder: Burhan Kurkutli

Weihnachten 1980 oder 81 in Dierdorf Westerwald im Hause von Heiseler-Düx
Weihnachtsgäste waren, soweit ich mich erinnere,
außer mir der Maler und Grafiker Burhan Kurkutli
(1932-2003) und der Journalist Claude Schumacher.
Der zehn Jahre ältere Bruder Till hatte offensichtlich andere Pläne und war also nicht dabei. Sascha – er wurde 1972 geboren – konnte schon gut schreiben – für ihn wollten wir das
Bilderbuch machen.
Ich wurde zur Schreiberin gewählt, weil ich die am ehesten lesbare Schrift hätte.
Wir arbeiteten fröhlich und glücklich zusammen und waren dann mit unserem Werk sehr zufrieden. „Eine Fortsetzung des Gesprächs mit anderen Mitteln“, sagte Burhan am Abend.
Burhan oder Wanja sorgten später für die Druckfassung.

Ingrid von Heiseler Weihnachten 2017

Auch in der Deutschen Nationalbibliothek

Stellan Vinthagen: Eine Theorie der gewaltfreien Aktion

Wie ziviler Widerstand funktioniert

StelCover10.10.
In diesem bahnbrechenden und sehr notwendigen Buch, dem ersten seiner Art und auf seinem Gebiet grundlegend, stellt Stellan Vinthagen einen großen systematischen Versuch einer Theorie der gewaltfreien Aktion dar. Er behandelt historische und zeitgenössische Beispiele: die Bür-gerrechtsbewegung in Amerika, die Anti-Apartheids-Bewegung in Südafrika, die Bewegung Gandhis und seiner Anhänger in Indien, die westdeutsche Friedensbewegung und die daraus hervorgegangene Anti-Atomwaffenbewegung und die Bewegung der Landlosen in Brasilien. Der Autor spricht auf innovative, tiefgehende Weise die theore-tischen Kernpunkte an. Er tritt für eine Verbindung von Widerstand und Konstruktion ein.
Vinthagen verbindet die Genauigkeit des Soziologen und den Überblick des Historikers mit der praktischen Erfahrung eines Aktivisten.
Wichtig ist das Buch für jeden, der mit gewaltfreier Aktion zu tun hat und der über das, was er tut, nachdenkt und es theoretisch untermauern will. Es ist gleichermaßen wichtig für Forscher, Aktivisten und Verteidiger der Menschenrechte.

Als eBuch, als PDF in der Deutschen Nationalbibliothek und als “Taschenbuch”.

S.W.A.SHAH: Ethnizität, Islam und Nationalismus

Muslimische Politik in der Nordwestgrenzprovinz (Khyber Pakhtunkhwa) 1937-1947
S.W.A.SHAH,EthnizitätNWFP

Auch in der Deutschen Nationalbibliothek als pdf erhältlich.

Über das Buch
Diese Untersuchung hat die Politik der Nordwestgrenz-provinz im noch nicht geteilten Indien zwischen 1937 und 1947 zum Thema. Diese war die einzige Provinz mit Moslemmehrheit, die den Indischen Nationalkongress in seinem Kampf gegen das British Raj unterstützte.
Das Thema paschtunische Ethnizität, ihre Interaktion mit der muslimischen Identität im Subkontinent und dem indischen Nationalismus sind zentrale Themen dieser Untersuchung. Diese dreipolare Beziehung führte zu Spannungenzwischen dem paschtunischen Ethno-Regionalismus und dem muslimischen Nationalismus, den die All-India-Moslemliga vertrat.
Es geht darin auch um den Aufstieg der Khudai Khidmatgar, darum, dass der Kongress am Vorabend der Teilung das Grenzprovinz-Volk „im Stich gelassen“ hat, um die Entlassung der Provinz-Kongress-Regierung durch M. A. Jinnah und um die verzweifelte Stellung der Khudai Khidmatgar im neuen Staat Pakistan.
ShahCoverDe

Mail vom Autor:
Dear Frau Ingrid, salamoona.
Congratulations on the completion of the book. This will be acknowledged by the German readership also that you did a great job. Not many people are aware that side by side with the great Gandhian non-violence movement there was another big movement in the Pashtuns which emphasised upon not only non-violence but their motive was ‘Service to the humanity’. Among the warring Pashtuns it was really very difficult to preach non-violence who later on adopted it as their creed. In the neighbouring Punjab, another Muslim majority province, during the Partition days (August-September 1947) violence erupted and despite all tall claims of a cross-communal organisation, the Unionists failed in curbing violence. According to a careful estimate more than 1.2 million people lost their lives. But here in the North-West Frontier, where the Khudai Khidmatgars were in power, no large scale violence was reported. The whole process of migration was peaceful and without blood shed. I met many people in India who migrated from Frontier, they always mentioned their villages and towns with tears in their eyes and still remember how the volunteers of Khudai Khidmatgars saved their lives, even at times risking their own lives.
This is an excellent effort and I am sure the students and scholars will benefit enormously from your effort.
With your permission I will forward this email also to my colleagues and friends in Heidelberg University and will request them to circulate it in a proper way (also to give it on the SAI newsletter) so that more people should know that now the book is available in German language also.
Have a nice time. Lot of regards.
wiqar ali shah
Dr. Sayed Wiqar Ali Shah D. Phil (Oxon)
Dean Faculty of Social Sciences Quaid-i-Azam University Islamabad – Pakistan
ShahLandschaftKont

Uri Avnery: Und setzet ihr nicht das Leben ein. Texte zur Person

Uris Schrift “Wahrheit gegen Wahrheit” ist jetzt hier als pdf einsehbar. Sie ist auch kopierbar:
WahrheitGegenWahrheit
CoverUndSetzet1563Uri Avnery
Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler
Der bekannte israelische Autor und Friedensaktivist Uri Avnery kommt hier mit vier sehr persönlichen Texten über sein Leben und seine (im Mai 2011 verstorbene) Frau Rachel zu Wort. Auf seinen Wunsch hin wurde auch seine programmatische Schrift über „Zwei Nationen – zwei Wahrheiten“ aufgenommen. Der Autor schreibt darüber: „Die Wahrheiten beider Seiten werden in eine einzige historische Narration verflochten, die beiden Seiten gerecht wird. Ohne diese gemeinsame Grundlage ist Frieden unmöglich.“ Alle Übersetzungen hat er selbst durchgesehen.

Zum Mindestpreis für eBücher bei amazon erhältlich
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