Category Archives: Biografisches

Familienerinnerungen

Coverfoto: Sonntagsausfahrt in Buchwalden. Mutter Erna und Vater Otto Abb auf dem Kutschbock, die kleine Ingrid hinten neben einer baltischen Comtesse.
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“Familienerinnerungen” besteht aus zwei Teilen: Der erste sind die “Erinnerungen” von Erna Abb, geb. Nürnberg (1906-1997). Der Anstoß, sie aufzuschreiben, kam von der Tochter. Das Manuskript sind viele schön und lesbar geschriebene Seiten. Gelegentlich wurden Ergänzungen hinzugefügt. Der zweite Teil “Sowas nimmt man doch nicht mit sich fort” wurde aufgrund der Aufforderung “schreib alles auf, was dir einfällt” aufgeschrieben. Im Anhang sind Fotos um Wanja von Heiseler versammelt.
Kindle
(Nr. 15 der eBücher)
Deutsche Nationalbibliothek

Ghani Khan Schriften. Von ihm und über ihn.

P1050858-1 Zusammengestellt und aus dem
Englischen übersetzt von
Ingrid von Heiseler
Afghanic 2016
Foto:Afghanic-Tagung 2016 mit
Dr. Yahya Wardak
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Das kleine Buch wirft ein Licht auf die interessante Persönlichkeit und den vielseitigen Künstler Ghani Khan (1913 bis 1996), den ältesten Sohn Abdul Ghaffar Khans. Außer der „Skizze“ The Pathans stammt das Material
ausschließlich aus dem Internet. Motiviert wurde diese Arbeit durch Ghani Khans Orte und Zeiten verbindenden liebevollen Humor, die anrührende Unmittelbarkeit der Darstellung und die weise Haltung, die aus Bild (u.a. S. 82) und Texten strahlt.
Zur Person: Nach Studien in Delhi, England und den USA gelangte Ghani Khan in Rabindranath Tagores Schule in Shantiniketan. Er schrieb: „Erst in Shantiniketan entdeckte ich mein Ich und die vergangene Größe meiner eigenen Kultur und
Zivilisation“.
1947 gründete er die Zalmai Pukhtoon (pathanische Jugend), deren Mitglieder im Gegensatz zu den „Rothemden“ Waffen trugen. Im Sommer 1948 wurde Ghani wegen angeblicher subversiver
Aktivitäten verhaftet und für 6 Jahre eingekerkert. Während seiner Gefangenschaft schrieb er den Gedichtband De Panjray Chaghar (Gezwitscher aus dem Käfig).
Nach seiner Entlassung setzte Ghani Khan seine Schreib- und Malarbeiten fort. In seinem Buch Die Pathanen (1947) „feierte und verspottete er die pathanische Identität.“ Es ist „immer noch die beste humorvolle Vorstellung der Menschen der Grenzprovinz.“ Im „Schluss“ schreibt er: „Nun bin ich am Ende meiner Geschichte angelangt. Ich hoffe, das Zuhören hat euch ebenso viel Freude gemacht wie mir das Erzählen! Lesen ist die zivilisierte Form des Zuhörens und Schreiben eine schwierige Art des Sprechens.
Ich habe versucht, euch von meinem Volk zu erzählen. Nicht aus einem kalten,
unparteiischen, vorurteilsfreien Blickwinkel, denn ich bin ja kein Stein, der der einzige Gegenstand sein mag, den man wahrhaft unparteiisch nennen kann.“
Der Dichter Ajmal Khattak (1925-2010) schrieb über Ghani: „Abdul Ghani Khan hat Gefühle von Liebe und Zuneigung in Versen ausgedrückt und unter dem Einfluss seiner
nationalistischen Leidenschaft hat er außergewöhnlich gute Gedichte geschrieben. In der pathanischen Literatur ist er jedoch als ‚verrückter Philosoph‘ bekannt. Der Grund dafür ist, dass er unter diesem Pseudonym hervorragende humorvolle und satirische Gedichte geschrieben hat.“ Diese veröffentlichte Ghanis Vater in seiner Zeitschrift Paschtun.

ISBN: 978-9936-620-28

Zum Preis von 5 € zuzüglich Versandkosten zu bestellen bei:
Wardak/ Mörikestr. 9 • 53121 Bonn/ Tel 0228 – 96499553 • Mobil 0174 741 73 06
wardak@afghanic.de • www.afghanic.de

Josef Ben-Eliezer: Meine Flucht nach Hause

Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

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Als Jude in Frankfurt am Main geboren, flieht Josef Nacht mit seiner Familie vor dem Holocaust nach Polen und landet schließlich im sibirischen Arbeits-lager. Hunger und Not sind tägliche Begleiter. Gemeinsam mit seiner Schwester gelingt dem 13-Jährigen die Reise nach Teheran.
Von dort aus gelangen sie 1943 nach Palästina. Josef nennt sich nun Ben-Eliezer und kämpft als Soldat für die Unabhängigkeit Israels. Doch die Unmenschlichkeit des Krieges verfolgt ihn weiter: Warum können Menschen nicht friedlich miteinander leben?
Josef Ben-Eliezer bleibt auf der Suche nach dem Wahren und Guten. Er will für etwas leben, „das größer ist“. Schließlich findet er in der Bruderhof-Gemeinschaft in Deutschland zum ersten Mal in seinem Leben echte Heimat. Hier begegnet der Jude Josef Ben-Eliezer dem Juden Jesus …
Die packende Lebensgeschichte eines Menschen, der auf der Suche war – nach Antworten auf Fragen, die uns alle betreffen.

Eine von vielen Rezensionen der englischen Ausgabe; Jossi Katz, Bar Ilan Universität, schreibt: „Dieses beeindruckende Buch erzählt die Geschichte eines bemerkenswerten Lebens – eines Lebens, das mit großer Ehrlichkeit und tiefer Überzeugung gelebt wurde, eng verbunden mit dem Judentum, Israel und der Kibbuz-Bewegung. Es lehrt uns einige wichtige Lektionen darüber, was Liebe und Freundschaft bedeuten. Höchst empfehlenswert.”

englische Originalausgabe

Eine Würdigung des Verfassers nach seinem Tod findet sich hier.
Dort ist ein Video aus Josefs letzten Lebensjahren zu sehen: Er reist ins Gebiet, in dem er mit 19 Jahren israelischer Soldat war.

Den Auftrag zur Übersetzung vermittelte mir Peter Mommsen von der Bruderhofbewegung New York.

Verlag deutsche Ausgabe

Die deutsche Ausgabe ist auch erhältlich beim deutschen Bruderhof.

Rezension: „Meine Flucht nach Hause“ – Josef Ben-Eliezer
Zwischen Rebellion und Gebet
Buchtipp von Harry Popow

Einer tanzt aus der Reihe

Ein erzählender Bericht

von Ingrid von Heiseler

zuerst 1990 erschienen

AmazonJuni13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

CoverTill2500Über das Buch: Die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter. Schon im Kindergarten zeigt der Sohn „auffälliges Verhalten“, in der Schule wird es schlimmer: Dieses eigenwillige Kind kann nicht „stillsitzen“ und will sich den Anweisungen der Lehrer nicht fügen. Schulpsychologe, Spieltherapeut und  Nervenarzt stellen ihre Diagnosen. Sie reichen von „wunderbarer Spontaneität“ (mit der die „normale“ Schule nur nicht zurechtkomme) bis hin zur „Verhaltensstörung“. Es beginnt eine Odyssee von Schule zu Schule.

Kommentar: Die Autorin liefert mit ihrem erzählenden Bericht sowohl ein eindrucksvolles Beispiel für die hinterwäldlerische Auffassung von Pädagogik und Psychologie in den sechziger Jahren als auch ein heiter-melancholisches Portrait einer Mutter-Sohn-Beziehung, in der zwei trotz aller Widrigkeiten nicht aufgegeben haben.

Mein Leben. Autobiografie des Abdul Ghaffar Khan

Wie ein Weggefährte Gandhis die Gewaltfreiheit im Islam begründet

ghaffar-khanNeu Vorwort von Johan Galtung. Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler Bonn: Afghanic 2012.
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Abdul Ghaffar Khan wurde (wahrscheinlich) 1890  als zweiter Sohn des Khans (Stammesführers oder Oberhaupts) Bahram Khans im Dorf Utmanzai in der Nordwestgrenzprovinz geboren, die seit 1947 zu Pakistan gehört. Sein Vater schickte ihn gegen den Widerstand des lokalen Klerus in die Grundschule in Peshawar und später sogar in eine christliche Missionsschule. Das Vorhaben, zu seinem älteren Bruder Khan Abdul Jabbar Khan (genannt Dr. Khan Sahib) nach England zu gehen, um dort ein Ingenieur-College zu besuchen, scheiterte an der inständigen Bitte seiner Mutter, die er aus Liebe zu ihr erfüllte. Schon mit Anfang 20 errichtete er seine erste Schule, weil er die Unwissenheit als eine der Ursachen des Elends seiner Landsleute erkannte. Dadurch kam es bereits zu Konflikten mit den Behörden, die Ghaffar Khan dann für einen großen Teil seines Lebens zunächst unter der britischen und dann unter der pakistanischen Regierung in wechseln-de Gefängnisse brachten. Aber er ließ sich weder einschüchtern noch bestechen.

Höhepunkt in Ghaffar Khans Leben war zweifellos die Begegnung und die sich daraus ergebende Freundschaft mit Gandhi. Khan wirkte an der Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft mit und rief die indischen Muslime auf, sich gewaltfrei an der Befreiungsbewegung zu beteiligen. Er gründete in seinem Gebiet Institutionen der Gewaltfreiheit. Bekannt wurden die Khudai Khidmatgar (Gottesdiener), die Rothemden, die „gewaltfreien Soldaten“. Ihre Glaubenssätze waren Gewaltfreiheit, Vaterlandsliebe und Dienst am Menschen. Dieser Dienst sei der einzige, dessen Gott bedürfe. Die Organisation sollte auch die Neigung der Paschtunen zur Gewalttätigkeit, die sich u. a. in Form der Blutrache äußerte, grundsätzlich verändern. Der Aufgabe der Aufklärung blieb er – auch in seinen Reden, von denen drei im Anhang des Buches stehen – treu. Er verband in ein-zigartiger Weise Islam, Gewaltfreiheit und Aufklärung miteinander.

In seinem persönlichen Leben hatte er das Unglück, dass seine erste Ehefrau nach wenigen Ehejahren und der Geburt der beiden Söhne Ghani (1913) und Wali (1915) an einer Infektionskrankheit starb. Seine zweite Ehefrau starb auf einer Pilgerreise in Jerusalem nach einem Treppensturz. Die Bitte seiner Familie, ein drittes Mal zu heiraten, lehnte er ab: Er wolle keiner Frau mehr zumuten, während seiner langjährigen Gefängnisauf-enthalte alleine zurechtkommen zu müssen.

Kommentar:  Die Größe und Bedeutung Ghaffar Khans liegt darin, „dass er die grundlegenden Probleme unserer Gesellschaft: Gewalt, Rache, Bildungsferne, Extremismus, Konkurrenzdenken und Unkenntnis der eigenen Religion erkannte und aktiv dagegen anging. Da diese Probleme in unserer Gesellschaft noch immer vorhanden sind, haben die Lehren und die Lebensführung Badshah Khans nicht nur historische Bedeutung, sondern sie bieten auch für unsere heutigen gesellschaftlichen Schwierigkeiten die besten Lösungsansätze. Badshah Khan war weniger ein Mann des Wortes als der Tat. Das hat er Zeit seines Lebens bewiesen.“ (Aus dem Vorwort des Herausgebers Dr. Yahya Wardak, Kabul 2012.)

Die Textgeschichte: Die erste englischsprachige Ausgabe von 1969 enthielt den Zusatz „as narrated to K.B. Narang“, wie sie Narang erzählt wurde. Diese Erzählung in Paschtu wurde schriftlich festgehalten. Anschließend wurde der aufgeschriebene Text überarbeitet und ins Englische übersetzt.

Mein lieber Meister

Briefwechsel zwischen Rabindranath Tagore und Helene Meyer-Franck und Heinrich Meyer-Benfey 1920 bis 1938

Tagore Herausgegeben von Martin Kämpchen und Prasanta Kumar Paul. Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler.
Heidelberg: Draupadi Verlag 2011. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag  Rabindranath Tagores.
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Helene Meyer-Franck übersetzte zunächst Tagores Texte aus einer
englischen Fassung. Dann erlernte sie die bengalische Sprache, um seine Werke aus der Originalsprache zu übersetzen. Sie und ihr Mann verehrten Tagore zutiefst. Tagore lud den deutschen Professor und seine Frau ein, bei ihm in Santiniketan zu leben und dort eine Bibliothek deutscher Bücher einzurichten und beim Aufbau der geplanten Universität mitzuwirken. Die Reisevorbereitungen waren schon sehr weit fortgeschritten, als unverrückbar feststand, dass die britische Regierung Indiens in diesen Jahren – trotz der Fürsprache Tagores – keine deutschen Staatsbürger einreisen lassen werde.

Tagores Werke wurden, nachdem er 1913 den Nobelpreis für Literatur bekommen hatte, in rascher Folge ins Deutsche übersetzt und erreichten hohe Auflagen. Seine Reise durch Deutschland im Jahre 1921 wurde begeistert aufgenommen. Wenige Deutsche standen Tagore so nahe wie dieses Ehepaar. Dieser Briefwechsel ist der einzige, den der Dichter mit deutschen Intellektuellen führte. Er ist ein bewegendes Dokument deutsch-indischer
Literaturgeschichte.

Herbstbeginn

von Kamala Das

aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler
AmazonSeptember13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

26.3.CoverKamalaKamala Das hat einen neuen Pfad für die Emanzipation der indischen Frauen durch das Dickicht der Traditionen geschlagen. In My Story, Herbstbeginn, verbinden sich ihre Wahrheitsliebe mit Freimut (über ihr Liebesleben) und Schärfe des Blicks. Das Buch wurde von Millionen Indern gelesen und hat heftige Reaktionen hervorgerufen: Bewunderung und Kritik. Es ist eine sehr poetische und scharfsinnige, ursprünglich in Englisch für eine Zeitschrift geschriebene Autobiografie.
Kamala Das (1934-2009) war eine der bedeutendsten Gestalten der Literatur in Malayalam, der Sprache Keralas. Sie schrieb seit ihrer frühen Jugend Gedichte und Prosa, die ihr einen dauerhaften Platz in der modernen Literatur in Malayalam gesichert haben.
Im Nachwort berichtet die Übersetzerin von einer mit Leben und Arbeit erfüllten Woche, die sie im Februar 1999 bei der Dichterin (v)erleben durfte.

 

Russenjunge

von Boris von Heiseler

Russenjungeaus dem Englischen von Johannes Henrich (Wanja) von Heiseler – durchgesehen von Till und Ingrid von Heiseler
AmazonMai13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

Boris ist sechs Jahre alt, als sein deutscher Vater, Offizier in der Armee des Zaren, 1915 fällt. Nach Verlust des Familienvermögens in der Revolution flieht Mutter Nadja mit Boris und zwei jüngeren Töchtern nach Sibirien. An verschiedenen Orten erlebt Boris den Wechsel zwischen der Herrschaft der „Roten“ und der „Weißen“. Sein festgefügtes Bild gerät ins Wanken, als er mit ansehen muss, wie ein noch kindlicher Rotarmist, der sich bereits ergeben hat, von einigen Soldaten der „Weißen“ erschlagen wird. Er bewundert den hohen Offizier der Weißen, als dieser den Befehl „Feuer“ zu seiner eigenen Erschießung gibt. Boris übersteht einige lebensgefährliche Situationen. Seine zarte Seite vertraut er nur der Schrift an.

Über den Autor: Boris von Heiseler, geb. 1909, war der Sohn Erich Paul Leopolds von Heiseler, der im Ersten Weltkrieg als russischer Offizier fiel, und Nadeschas, der Tochter eines Kosaken und einer Großrussin. Sein Großvater Paul (1851-1914) war Bankier und „erblicher Ehrenbürger zu St. Petersburg“ und stand dem Hof nahe. 1923 entschloss sich Nadescha schweren Herzens, Boris und seine jüngeren Schwestern Tamara und Kira zum älteren Bruder  ihres gefallenen Ehemannes, dem Dichter Henry (1875-1928), nach Deutschland zu schicken, um sie aus der Not in Russland zu retten. Henry lebte seit vielen Jahren mit seiner Frau Emy und seinem Sohn Bernt (1907-1969), dem späteren Schriftsteller, im Haus Vorderleiten bei Brannenburg am Inn.  Später wanderten Boris und Kira nach England aus, während Tamara sich in den Westerwald verheiratete, ihren Mann als Offizier im Zweiten Weltkrieg verlor und dort 1979 starb. Boris wurde königlich britischer Major, Übersetzer und Autor und lebte bis zu seinem Tod 1976 in Cambridge.  1960/61 lud er Tamaras Sohn Wanja zu einem Studienjahr in Cambridge ein. Dort lernte sein Neffe das Manuskript kennen, das er später übersetzte. Wanja hinterließ bei seinem Tod 1997 eine digitale Fassung seiner Übersetzung, die sein Sohn Till überarbeitete und um Auszüge aus dem Erinerungsbuch Vorderleiten von Bernt ergänzte. Das englische Original ging verloren, ebenso die Fotografien und Anmerkungen, die Wanja dem Buch hatte beigeben wollen.

Dieser Eingang ist nur für dich bestimmt

Kürzere Texte

von Ingrid von Heiseler

AmazonApril13
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Über das Buch: Einigen der in ein paar Jahrzehnten entstandenen Texte liegen reale Erlebnisse der Erzählerin zugrunde. Die Themen sind: “Generationen”, “Reisen”, “Fast autobiografisch”, “Alter”und “Figuren”. Den Rahmen bilden die Texte “Schriftstellerei” und “Nachlass”. In die Sammlung aufgenommen wurde auch New Chapter to Richard Bach’s Illusions und die Antwort Bachs auf die Zusendung.

Kommentar: „Zur Supernova fliege ich davon, sehe von dort aus zu mit einem Supernova-Fernrohr, wie ich hier spiele und spazieren hinke.“ Spannend erzählt Ingrid von Heiseler, wie Menschen Wege gehen, wie Menschen spielen. Mit dem Fernrohr kommt sie ganz nah heran – bis zu Innenansichten. Unaufdringlich lebt ihr reger Geist mit den Personen und dem Geschehen.
Die thematisch und formal sehr unterschiedlichen kürzeren Texte, darunter die nur „fast autobiographische“ „Lebensreise“, bieten Einblicke und Einsichten. Die Geschichten sind dort nicht fertig, wo der Text endet. Sie enthalten mehr, als die Worte sagen, und schwingen weiter in Verstand und Gefühl.” (Dr. Martin Arnold)
Man könnte die Texte auch unter dem Titel zusammenfassen: „Kommt dir das nicht bekannt vor? Kennst du nicht auch solche Leute?“ Manche Geschichten können als Satiren durchgehen.

Leben10Anfänge

Bestandsaufnahme 2011. Aus Erinnerung und anderen Quellen

von Ingrid von Heiseler

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Leben10AnfängeNeuÜber das Buch: Leben10Anfänge – 10 Fotos  folgt einer zeitlichen Anordnung. Die Ereignisse  gliedern sich nach Orten, an denen sie stattfinden. Sie werden chronologisch erzählt. Vorangestellt sind Erzählstränge zu den Themen: „Alltag und Katastrophen: Mutter und Vater“, „Das andere Geschlecht – eine Auswahl aus den frühen Jahren“, „Reisen“, „Gar nicht erst aufschreiben oder …“, „’Gruppen‘ und Kurse“,
„Handwerk“, „Artenvielfalt“ und „Eine Lücke“.

Kommentar: Klassische Historiker haben vorzugsweise lange Perioden kategorisiert und waren damit beschäftigt, das ‚Wesen’ oder den ‚Geist’ der großen Einheiten, die wir Epochen nennen, herauszuarbeiten. Das poststrukturalistische Denken dagegen richtete die Aufmerksamkeit eher auf Brüche und Diskontinuitäten und unterlag deshalb nicht mehr der Idee der Kontinuität und dem Zwang des Fortschrittes. “Leben10 Anfänge” wenden dieses Strukturprinzip der Diskontinuität auf eine Autobiografie an (Till Nikolaus).