Category Archives: Geschichte und Politik

Rivera Sun, Der Löwenzahnaufstand

Liebe und RevolutionCoverLöw2500. Roman
Da die Autorin darauf bestanden hat, es (mit Create Space) in den USA zu veröffentlichen, ist es leider sehr teuer geworden.

LöwBack2500

Der Löwenzahnaufstand spielt „in einer Zeit – von heute aus gleich um die Ecke“ in den USA. Die Protagonisten Sadie Byrd Gray und Charlie Rider setzen Leib und Leben für die Wiederherstellung der Demokratie gemäß der Bill of Rights ein: „Der Löwenzahnaufstand“, sagte Charlie, „ist die letzte Hoffnung, die uns bleibt, da unsere Demokratie im Griff der heimlichen Diktatur erwürgt wird. Er ist die Weigerung, sich von Furcht und Gier zu Tode quetschen zu lassen. Stattdessen müssen wir handeln, wenn wir leben wollen!“ (3. Kapitel) Die von der Wirtschaft unterwanderte Regierung hat unter dem Vorwand des „Kampfes gegen den Terrorismus“ im Innern unter anderem die Rede- und Versammlungsfreiheit aufgehoben. Die hohen Militärausgaben für den „Kampf gegen den Terrorismus“ in der übrigen Welt dienen als Vorwand dafür, die „Armen“ hungern zu lassen, während sich eine schmale Elite mästet.
Rivera Sun erzählt die Geschichte einer gewaltfreien Revolution, in der Werkzeuge und Strategien angewandt werden, die im Laufe der Geschichte von vielen Führern, darunter Gandhi, Martin Luther King und Gene Sharp, entwickelt wurden. Damit transportiert sie nicht fiktionale Inhalte in einen fiktionalen Text. Das eröffnet die Möglichkeit, dass weitere Kreise mit den Begriffen und „Techniken“ der Gewaltfreiheit bekannt gemacht werden.
Durch einige Kernsätze wird die – gelegentlich lehrhafte – Intention des Romans verdeutlicht:
Willst du etwas wirklich Radikales tun? Sei freundlich, nimm Verbindung zu anderen auf, hab keine Angst!
Sei wie der Löwenzahn, wachse in unfruchtbaren Böden, trau dich, gegen Gewalt und Hass aufzustehen, und blühe in Liebe auf.

Wenn Furcht eingesetzt wird, um die Menschen zu beherrschen, dann ist Liebe das, womit wir rebellieren.
Worte eines alten Mannes: „Leben, Freiheit und Liebe? Wer wird dafür eintreten?“
Der Löwenzahnaufstand ist so klein wie ein Brot, das im Ofen gebacken wird, und so groß, dass er Diktatoren stürzen kann.
Arbeitsprinzipien: create, copy, improve, and share: schaffen, kopieren, verbessern und
weitergeben

Ein realistisch gefärbtes Märchen

John Dear: Ein Mensch des Friedens und der Gewaltfreiheit werden

umschlag JOHN DEARDas erste deutschsprachige Buch des US-amerikanischen Priesters John Dear ist zu Ostern 2018 erschienen.

Das Imperium des Todes ließ Jesus von Nazareth nach der dem Imperium eigenen Ordnung ‚rechtmäßig hinrichten‘ und sein Grab durch Soldaten versiegeln. Jesus aber miss-achtete das imperiale Amtssiegel und die Militärwache, verließ das Grab und stiftet seit nunmehr zweitausend Jahren Menschen auf dem ganzen Erdkreis zum Aufstand gegen den Tod an.
Zu diesen Menschen zählt auch der US-amerikanische Priester, Autor und Friedensaktivist John Dear. Aufgrund seines zivilen Ungehorsams wider das „Imperium“ todbringender Mächte wurde er mehr als 75 Mal inhaftiert. Von seinen über 30 Buchveröffentlichungen liegen Übersetzungen in zehn Sprachen vor. Zum diesjährigen Osterfest (2018) wird dem deutschsprachigen Lesepublikum erstmals eine repräsentative Textauswahl angeboten:

John Dear: Ein Mensch des Friedens und der Gewaltfreiheit werden.
Ausgewählte Aufsätze und Reden.

Übersetzt von Ingrid von Heiseler, ausgewählt & herausgeben von Thomas Nauerth, mit einem Vorwort von Peter Bürger. Norderstedt: BoD 2018. ISBN: 978-3-7460-8898-3
[168 Seiten; Preis 6,99 Euro]
Bestellmöglichkeit finden Sie hier. Hier können Sie auch “einen Blick ins Buch” werfen.

John Dear ist kath. Priester (Ordination 1993) und war Direktor des Versöhnungsbundes (Fellowship of Reconciliation, USA). Nach dem 11. September 2001 gehörte er zu den Rote-Kreuz-Koordinatoren der Geistlichen im Family Assistance Center und beriet Verwandte der Opfer und Rettungskräfte. Er arbeitete in Obdachlosenunterkünften, Suppenküchen und Gemeindezentren; er reiste in Kriegsgebiete in aller Welt, darunter Irak, Palästina, Nicaragua, Afghanistan, Indien und Kolumbien. Er lebte in El Salvador, Guatemala und Nordirland.
Er saß wegen einer Plowshares-Entwaffnungsaktion acht Monate im Gefängnis.
Er hat zwei Master-Abschlüsse in Theologie von der Graduate Theological Union in Kalifornien und lehrte Theologie an der Universität in Fordham, New York City. John Dear zählt zu den Mitarbeitern von “Pace e Bene”, “peace + all good” in Corvallis in Oregon. Er gehörte bis 2014 dem Jesuitenorden an und wurde dann Priester der Diözese von Monterey in Kalifornien.

Der heilige/ehrwürdige (sacred) Sekretär (Gandhis) Mahadev Desai

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Hinweis der Übersetzerin: Mahadev Desais Sohn Narayan (wir kennen ihn aus seiner kleinen Schrift Gandhi aus nächster Nähe) hat die Biografie seines Vaters verfasst: Feuer und Rose. Sie ist 1993 in Gujarati und 1995 in eng-lischer Übersetzung erschienen. Das Buch umfasst 700 großformatige Seiten und ich denke, die Übersetzung ins Deutsche wird zu so etwas wie eine “Lebensaufgabe” für mich. Ich versuche mich, so gut es geht, in in-dische Begriffe und Vorstellungen einzuarbeiten: Gandhis “im Westen” bekannte und übernommene Gewaltfreiheit ist ja nur eine Komponente seiner Verwurzelung in seiner Kultur.

Den folgenden Text habe ich aus Texten von zwei Webseiten zusammengestellt und übersetzt. https://en.wikipedia.org/wiki/Mahadev_Desai und https://aditirindani.wordpress.com/tag/gandhiji/

Zwar kennen ihn viele als Mahatma Gandhis persönlichen Sekretär und Übersetzer von dessen Autobiografie, doch haben wenige eine Ahnung davon, welche Rolle Mahadev Desai in Mahatmas Leben gespielt hat. Neben anderem war er ein indischer Freiheitskämpfer und ein angesehener nationalistischer Schriftsteller.
Mahadev Desai wurde am 1. Januar 1892 im Dorf Saras im Surat-Distrikt des Gujarat geboren. Sein Vater Haribhai Desai war Grundschullehrer. Mahadevs Mutter Jamnaben stammte aus dem Ort der Vorfahren des Desai-Clans Dihen. Die Familie gehörte zur Kaste der Anavil Brahmanen. Diese war eine der führenden Gemeinschaften im Distrikt. Mahadev verlor seine Mutter, als er erst sieben Jahre alt war.
Mahadev erhielt eine Erziehung, wie sie dem begabten Sohn eines armen, aber gebildeten Vaters entsprach. Er wurde 1905 im Alter von 13 Jahren mit Durgaben verheiratet. Seine Grundschul- und Sekundarschulbildung genoss er an verschiedenen Orten. Im Alter von 14 Jahren wurde er 1906 in Surat immatrikuliert und bekam ein Stipendium für ein Universitätsstudium. Im Januar 1907 zog er nach Bombay, trat in das Elphinstone College ein und schloss es 1910 mit dem Bachelor-Examen ab. Danach trat er in das Jura-College ein und schloss die Ausbildung 1913 mit dem bachelor of laws ab.
Mahadev besaß viele Eigenschaften, die ihn bei allen beliebt machten. Bei anderen übersah er die Fehler und war immer bereit, ihre guten Eigenschaften zu erkennen und zu übernehmen. Er war eine ernsthafte Natur, aber warmherzig und von heiterem Wesen. Er beherrscht die Kunst, Spaß und Humor auf natürliche und leichte Weise mit ernsthafter und wichtiger Arbeit zu verbinden, sodass ihn eine Atmosphäre von Munterkeit, Heiterkeit und Begeisterung umgab.
Nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, übersetzte er neben seiner Brotarbeit Lord Morleys On Compromise in Gujarati und gewann damit einen Preis von 1000 Rupien. 1925 wurde die Arbeit veröffentlicht. Er versuchte sich als Rechtsanwalt, war dabei aber nicht erfolgreich. Sein Freund Baikunth Mehta verschaffte ihm eine Stelle in der Central Co-operative Bank in Bombay. Bald jedoch wurde Mahadev der Unehrlichkeiten, die dort vorkamen, und des vielen Reisens, das mit der Arbeit verbunden war, überdrüssig und er gab sie auf. Zu der Zeit zog ihn sein Schicksal in den Schoß Gandhis.
1917 schloss sich Mahadev Desai gemeinsam mit Narhari Parikh, Mohanlal Pandya und Ravi Shankar Vyas Gandhi an. Er war 25 Jahre lang, von 1917 bis 1942, sein hingebungsvoller Sekretär. Die vier waren die frühesten Unterstützer Gandhis. Es war der Beginn einer Beziehung, die ein halbes Jahrhundert anhalten sollte. Mahadev lebte nicht nur mit Gandhi, sondern ging ganz und gar in seinem Meister auf. Er schrieb dessen Tagebuch, das den Titel bekam: Tag für Tag mit Gandhi in der Zeit vom 13. November 1917 bis zum 14. August 1942, einen Tag vor seinem Tod.
Nachdem sich Mahadev Desai Gandhi angeschlossen hatte, ereigneten sich viele für ihr Leben und für das Land wichtige Ereignisse, darunter Satyagraha von Champara (1917, Distrikt Bihar) und Satyagraha von Bardoli (1928).
An allen nahm Mahadev aktiv teil und wurde verhaftet. 1921 schickte ihn Gandhi zur Zeitung The Independent von Motilal Nehru in Allahabad. Auch dort wurde er verhaftet und eingekerkert. Nach seiner Entlassung im Januar 1923 kehrte er nach Ahemdabad zurück und kümmerte sich um die Herausgabe von Navajivan. Seine scharfen Leitartikel über die Sinnlosigkeit der Verfassungsreformen und seine Ausfälle gegen die britische Regierung beschleunigten den Freiheitskampf. Eine Sensation brachte Desai zustande, als er eine handgeschriebene vervielfältigte Ausgabe der Zeitung herausbrachte, nachdem die Druckerpresse von der britischen Regierung versiegelt worden war. 1924 wurde er Herausgeber von Navajivan und seine Ehe wurde mit der Geburt des Sohnes Narayan gesegnet. Auch Narayan wurde zum gewaltfreien Aktivisten.
1993 schrieb er die Autobiografie seines Vaters in Gujarati. Sie erschien 1995 in englischer Übersetzung unter dem Titel The Fire and the Rose [Biography of Mahadevbhai]
Mahadev reiste mit Gandhi durchs Land und erklärte den Menschen die besonderen Merkmale des Freiheitskampfes. 1931 begleitete er Gandhi zur Round Table Conference in London. Er wurde während aller nationalistischen Revolten mit Gandhi gemeinsam verhaftet. Die Zeit von größtem Interesse ist die, in der Gandhi 1931 bis 34 im Gefängnis in Yeravda nahe Pune in Maharashtra einsaß. Desai schrieb in dieser Zeit sein wichtigstes Werk über Gandhi.
Mahadev machte die Erfahrung, dass es keine leichte Aufgabe war, mit Gandhi zu leben: Man fühlte sich dabei immer wie im Krater eines Vulkans. Er passte jedoch seine Haltung so sehr an, dass er Gandhi unentbehrlich wurde.
Am Morgen des 9. Augusts 1942 wurde er nach Gandhis Aufruf zur Quit-India-Kampagne gemeinsam mit Gandhi verhaftet und ins Agakhan-Palast-Gefängnis eingesperrt. Am 15. August 1942 starb Mahadev Desai im Alter von 50 Jahren an einem schweren Herzinfarkt. Gandhi war von Mahadevs Tod in so jungen Jahren zutiefst erschüttert. Er und seine Frau Kasturba hatten ihn als ihren Sohn betrachtet. Das ganze Land betrauerte seinen Tod. Mahadev hatte sein höchstes Ziel erreicht. Gandhi besuchte täglich sein Samadhi und sagte: „Mahadev blieb mein Jünger und wurde gleichzeitig mein Guru. Ich besuchte sein Samadhi, um seines wertvollen und nachahmenswerten Beispiels zu gedenken. Wir bitten Gott: Lass uns in seine Fußstapfen treten!“

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Samadhis of Kasturba Gandhi and Mahadev Desai, Aga Khan Palace, Pune. Fotograf unbekannt, scanned by Yann. See File:Film Gandhi Smarak Sangrahalaya Samiti.jpg. (vor 1948)

https://www.poemhunter.com/mahadev-desai/
Biographie Mahadev Desais […]
Schriften
Desai schrieb einige Bücher über von Gandhi in Indien geleitete gewaltfreie Kämpfe und das Tagebuch vom 13. November 1917 bis zum 14. August 1942 Tag für Tag mit Gandhi (9 Bände).
Außerdem schrieb er regelmäßig Beiträge für die beiden von Gandhi herausgegebenen Zeitungen Young India und Navajivan. Und er übersetzte Gandhis Autobiografie The Story of My Experiments with Truth ins Englische.
Der Vater Jawaharlal Nehrus Motilal Nehru erbat sich 1920 von Gandhi die Dienste Mahadev Desais für die Herausgabe der Tageszeitung The Independent in Allahabad. […] Für seine Schriften wurde Desai zu einem Jahr Gefängnis ohne Berufung verurteilt. Im Gefängnis sah Deasi, dass die Wärter Gefangene auspeitschten und auf andere Weise misshandelten. Der Bericht, in dem er das Leben in einem indischen Gefängnis darstellte, erschien in Young India und Navajivan. Dadurch wurden die britischen Behörden gezwungen, einige umfassende Maßnahmen zu einer Gefängnisreform zu ergreifen.
Desai gehörte zu den Gründern der All India Newspaper Editors’ Conference. Häufig schrieb er auch Beiträge für verschiedene nationalistische indische Zeitungen wie Free Press, Bombay Chronicle, Hindustan Times, The Hindu und Amrita Bazar Patrika.

Mahadev Desais Werke:
A Righteous Struggle
The Story of My Experiments with Truth (English translation), 1927.
With Gandhi in Ceylon, 1928.
The Story of Bardoli, 1929
Swadeshi – True and False, 1929.
Unworthy of Wardha, 1929.
Eclipse of Faith, 1929.
The Nation’s Voice, 1932.
Two Servants of of God, forword MAHATMA GANDHI, 1935. Deutsch: Zwei Diener Gottes (die Brüder Khan)
The Epic of Travanancore, 1937.
Gandhi Seva San
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Pyarelal: Eine Pilgerreise für den Frieden

Gandhi und Badshah Khan bei den Pathanen der Nordwestgrenzprovinz

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Über das Buch (an die Einführung Pyarelals angelehnt)
Der Sekretär Gandhis, der sich nur mit seinem Vornamen Pyarelal nennt, berichtet über Gandhis vierwöchige Reise in Gesellschaft Khan Saheb Abdul Ghaffar Khans durch die Nordwestgrenz-provinz Im Herbst 1938. Er stellt das gute Einvernehmen und die aufopfernde Fürsorge des Gastgebers für seinen Gast ausführlich dar.
In der Nordwestgrenzprovinz musste Gandhi Menschen die Gewaltfreiheit er-klären, deren gesamte Geschichte der letzten zweitausend Jahre in entgegengesetzte Richtung verlaufen war. Gewaltfreiheit war das genaue Gegenteil von dem, was die Paschtunen traditionell praktizierten.
Gandhis Reise stand unter dem Schatten der Münchener Krise. Das verlieh seinen Äußerungen internationale Brisanz. Gandhi meinte, seine Botschaft könne weltweit umgesetzt werden.
Einige behaupten, dass Gewaltfreiheit als Waffe nur in dem Fall von Nutzen sein könne, wenn die Macht, die es zu bekämpfen gelte, empfänglich für einen moralischen Appell sei. Wenn zum Beispiel die deutschen Juden ihre Zuflucht zu Satyagraha genommen hätten, hätte sie das nicht vor dem Tod retten können.
Die das sagen, scheinen zu vergessen, dass die Wirkung der Gewaltfreiheit nicht von der Duldung des Tyrannen abhängt. Sie ist von seinem Willen unabhängig. Sie wirkt durch sich selbst.
Während ahimsa des Einzelnen nicht von seiner Umgebung abhängt und überall praktiziert werden kann, verlangt eine gewaltfreie Ordnung ein besonderes sozio-ökonomisches Umfeld.
Wie würden Geist und Antlitz einer Gesellschaft aussehen, die sich auf Gewaltfreiheit gründete? Wie Gandhi und Badshah Khan sich darum bemühten, diese den Herzen der Khudai Khidmatgar in der Nordwestgrenzprovinz einzupflanzen, wird hier dargestellt. „Die Leserin möge über die innerliche Bedeutung und Bedeutsamkeit dieses Experiments nachdenken und für sich selbst entscheiden, ob es sich nicht vielleicht lohne, dafür zu leben und zu sterben.“
Auch in der Deutschen Nationalbibliothek als PDF zugänglich.

GANDHI AUS NÄCHSTER NÄHE. DIE SEGNUNG IN GANDHIS NÄHE AUFZUWACHSEN. KINDHEITSERINNERUNGEN NARAYAN DESAIS

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Der Sohn von
Gandhis persönlichem Sekretär
Mahadev Desai (1892-1942) Narayan Desai (1924-2015) erzählt von frohen und bitteren Kindheitserfahrungen in der Nähe Gandhis, von erlebter Freude und erlebtem Leid. Dabei wird deutlich, dass Gandhi nicht nur an sich, sondern auch an die Menschen seiner engen Umgebung höchste Anforderungen stellte. Ebenso zeigt sich jedoch auch Gandhis mitfühlendes und zugewandtes Wesen.

Die Art der Darstellung schlägt glei-chermaßen wie das Dargestellte den Leser in ihren Bann.

Jetzt auch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Dort auch als PDF.

Angad Kumar: Die wahre Geschichte eines treuen Gefolgsmannes Gandhis und seines Dorfes. Roman

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Aus dem Englischen und mit Erklärungen versehen von Ingrid von Heiseler

Für die Bewohner des südindischen Dorfes ist der Brahmane Ambar „der kleine“ und Gandhi „der große Berg“. Ambar folgt dem Ruf Gandhis und die Mehrheit der Bewohner seines Dorfes folgt Ambar. Gegenstand des Romans ist der Widerstand der Dorfbewohner auf dem Hintergrund ihres traditionellen Lebens und die schließliche Vernichtung des Dorfes durch die einheimische Polizei, die den Anweisungen der britischen Regierung folgt. Der Roman spielt im Jahre 1930 – ein großer Teil des Kampfes um die Unabhängigkeit Indiens vom Britischen Empire liegt also noch vor den Protagonisten.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek und dort auch als PDF

Uri Avnery: Ein Neubeginn

Artikel 2017
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Uri Avnerys Stimme ist eine Stimme des Friedens und der Vernunft.
In seinen wöchentlichen Artikeln stellt er geografische und vor allem historische Zusammenhänge heraus. Seine bei aller Kritik an Entscheidungen seiner Regierung von der Liebe zu seinem Land geprägte Darstellung weckt Verständnis für die aktuellen Ereignisse in der Region, die Mentalität der Israelis und die poli-tische Stimmung im Land.
Uri Avnerys Artikel erweisen sich auch als hilfreich für das Verständnis der (eigentlich immer) unübersichtlichen weltpolitischen Ereignisse und Situationen: Sein unbestechlicher Blick in die jeweilige GESCHICHTE – oft aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten – scheint dafür unerlässlich zu sein.
Tiefe der Analyse, Treffsicherheit des Ausdrucks und Humor erheben die Artikel über die
Tagesaktualität ihrer Themen in Allgemeingültigkeit und Zeitlosigkeit.
Der Autor zeigt sich als engagierter, zugleich immer auch besonnener, genauer Beobachter seiner Umwelt, als einer, der den Mut nicht verliert, als – so nennt er sich selbst – „Optimist“.
Uri Avnery ist Weltbürger und schreibt daher immer ebenso für seine Landsleute wie für die Menschen in der übrigen Welt.
Zugänglich ist der Band als eBuch, als PDF in der Deutschen Nationalbibliothek und als Taschenbuch.

Rajmohan Gandhi: Ghaffar Khan. Gewaltfreier Badshah der Paschtunen

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Über den Autor
Rajmohan Gandhi
(* 1935 in Neu-Delhi) ist Journalist, Politiker und Professor. Er schrieb u.a. über die indische Unabhängigkeitsbewegung, Menschenrechte und Kon-fliktlösungen. Er engagiert sich für den Frieden zwischen Hindus und Mus-limen in seinem Heimatland Indien.

Rajmohan Gandhi bietet in seiner einfühlsamen Biografie neue Einsichten in das Leben und die Leistungen des Pathanen (Paschtunen) Khan Abdul Gaffar Khans, des Gründers der Bewegung der Khudai Khidmatgars
(Diener Gottes), einer „Armee“ von 100 000 Männern, die sich eidlich dem Dienst an der Menschheit und der Gewaltfreiheit verpflichtet hatten. Sein Wirkungsbereich war vor allem die damalige „Nordwestgrenzprovinz“ Indiens.
Der Autor zieht enge Parallelen zwischen dem Leben Badshah Khans und dem Leben Mahatma Gandhis, Khans „Bruders im Geist“. Wie dieser widmete er sich dem Kampf um Befreiung von der britischen Kolonialherrschaft und der Verbesserung der Lebensumstände seiner Landsleute.
India Today urteilte über das Buch: „Ein hervorragend lesbares und gut ausgeführtes Portrait.“

Das eBuch und das Taschenbuch sind bei Amazon und die PDF bei der Deutschen
Nationalbibliothek zugänglich.

Heute, am 30. November 2017, habe ich vom Verfasser und vom indischen Verlag das Copyright für die deutschen Versionen von eBuch und Taschenbuch bekommen:
Am 30.11.2017 um 04:32 schrieb Pant, Aparajita:
Dear Mr Gandhi,
Thank you for forwarding the below mail. We’ll be happy to grant rights for e-book and pocket book for ‘Gaffar Khan: Nonviolent Badshah of the Pakhtuns’.
We’ll have to cancel the agreement signed with Afghanistan Information Centre in 2011 signed by Yahya Wardak and send a fresh agreement to Ingrid.
Best,
Aparajita
From: rajmohan gandhi [mailto:rajmohan.gandhi@gmail.com]
Sent: Thursday, November 30, 2017 8:51 AM
To: ingridvonheiseler@t-online.de; Pant, Aparajita
Subject: Fwd: [Website contact] Publishing rights for a German translation of your book Ghaffar Khan
Dear Ingrid:
Thanks. I have no objection to your publishing an e-book and a pocket book out of your German translation of my biography of Ghaffar Khan published by Penguin Books India, and I request Aparajita Pant of Penguin India to provide any help that may be needed.
Best wishes. — Rajmohan

Stellan Vinthagen: Eine Theorie der gewaltfreien Aktion

Wie ziviler Widerstand funktioniert

StelCover10.10.
In diesem bahnbrechenden und sehr notwendigen Buch, dem ersten seiner Art und auf seinem Gebiet grundlegend, stellt Stellan Vinthagen einen großen systematischen Versuch einer Theorie der gewaltfreien Aktion dar. Er behandelt historische und zeitgenössische Beispiele: die Bür-gerrechtsbewegung in Amerika, die Anti-Apartheids-Bewegung in Südafrika, die Bewegung Gandhis und seiner Anhänger in Indien, die westdeutsche Friedensbewegung und die daraus hervorgegangene Anti-Atomwaffenbewegung und die Bewegung der Landlosen in Brasilien. Der Autor spricht auf innovative, tiefgehende Weise die theore-tischen Kernpunkte an. Er tritt für eine Verbindung von Widerstand und Konstruktion ein.
Vinthagen verbindet die Genauigkeit des Soziologen und den Überblick des Historikers mit der praktischen Erfahrung eines Aktivisten.
Wichtig ist das Buch für jeden, der mit gewaltfreier Aktion zu tun hat und der über das, was er tut, nachdenkt und es theoretisch untermauern will. Es ist gleichermaßen wichtig für Forscher, Aktivisten und Verteidiger der Menschenrechte.

Als eBuch, als PDF in der Deutschen Nationalbibliothek und als “Taschenbuch”.