Category Archives: E-Book

Geschichten, die Mut machen

von Dietrich Fischer gesammelt, von Ingrid von Heiseler übersetzt und ergänzt
AmazonOktober13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

DietrichCoverS1563In der Geschichtensammlung wird von Erfolgen erzählt, davon, was Einzelne haben tun können, um ihr Leben zu bereichern, um Frieden und Glück zu finden und anderen zu bringen. Die Geschichten sollen alle, die sie lesen oder hören, dazu ermutigen, ihr Bestes zu versuchen und an ihre Zukunft und möglichen Erfolge zu glauben. Auch von
erfolgreicher Konflikt-Transformation und Problemlösungen wird berichtet und diese Berichte können zur Lösung weiterer –
vielleicht auch ganz anderer – Probleme anregen. Das Buch umfasst außerdem einige Gleichnisse: etwas Vertrautes wird dazu benutzt, auf etwas Neues oder wenig Bedachtes hinzuweisen. Damit wird eine neue Sichtweise eröffnet.

Über den Autor: Prof. Dr. Dietrich Fischer, 1941 in der Schweiz geboren, wurde 1968 an der Universität Bern in Mathematik, Physik und Astronomie promoviert und doktorierte 1976 an der New York University in Informatik.
Er war MacArthur Fellow für Frieden und Sicherheit an der Princeton University und
Berater der UNO in Fragen von Frieden, Sicherheit und Entwicklung.
Er ist der ehemalige wissenschaftliche Direktor der World Peace Academy  in Basel, Schweiz, und Vorstandsmitglied der TRANSCEND Peace University.
Neben zahlreichen Artikeln über Frieden und Entwicklung verfasste er Die Zeitbombe entschärfen – Kriegsverhütung im Nuklearzeitalter, 1986, Frieden gewinnen: Strategien und Ehtik für eine nuklearfreie Welt mit Wilhelm Nolte und Jan Oberg, 1987, Warfare und Welfare mit Jan Tinbergen, 1987, und Peaceful Conflict Transformation and Nonviolent Approaches to Security mit Johan Galtung, 1999.

Dietrich Fischer würzt seit Langem seine Mails und Briefe mit  oft humorvollen  Geschichten.  Die hier vorliegende Sammlung hat er demThema Mut machen gewidmet.
Ingrid von Heiseler hat die Geschichten literarisch ergänzt und die Sammlung erweitert.

Am 18. Oktober 2015 ist Dietrich Fischer gestorben.

 

 

 

Herbstbeginn

von Kamala Das

aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler
AmazonSeptember13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

26.3.CoverKamalaKamala Das hat einen neuen Pfad für die Emanzipation der indischen Frauen durch das Dickicht der Traditionen geschlagen. In My Story, Herbstbeginn, verbinden sich ihre Wahrheitsliebe mit Freimut (über ihr Liebesleben) und Schärfe des Blicks. Das Buch wurde von Millionen Indern gelesen und hat heftige Reaktionen hervorgerufen: Bewunderung und Kritik. Es ist eine sehr poetische und scharfsinnige, ursprünglich in Englisch für eine Zeitschrift geschriebene Autobiografie.
Kamala Das (1934-2009) war eine der bedeutendsten Gestalten der Literatur in Malayalam, der Sprache Keralas. Sie schrieb seit ihrer frühen Jugend Gedichte und Prosa, die ihr einen dauerhaften Platz in der modernen Literatur in Malayalam gesichert haben.
Im Nachwort berichtet die Übersetzerin von einer mit Leben und Arbeit erfüllten Woche, die sie im Februar 1999 bei der Dichterin (v)erleben durfte.

 

Russenjunge

von Boris von Heiseler

Russenjungeaus dem Englischen von Johannes Henrich (Wanja) von Heiseler – durchgesehen von Till und Ingrid von Heiseler
AmazonMai13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

Boris ist sechs Jahre alt, als sein deutscher Vater, Offizier in der Armee des Zaren, 1915 fällt. Nach Verlust des Familienvermögens in der Revolution flieht Mutter Nadja mit Boris und zwei jüngeren Töchtern nach Sibirien. An verschiedenen Orten erlebt Boris den Wechsel zwischen der Herrschaft der „Roten“ und der „Weißen“. Sein festgefügtes Bild gerät ins Wanken, als er mit ansehen muss, wie ein noch kindlicher Rotarmist, der sich bereits ergeben hat, von einigen Soldaten der „Weißen“ erschlagen wird. Er bewundert den hohen Offizier der Weißen, als dieser den Befehl „Feuer“ zu seiner eigenen Erschießung gibt. Boris übersteht einige lebensgefährliche Situationen. Seine zarte Seite vertraut er nur der Schrift an.

Über den Autor: Boris von Heiseler, geb. 1909, war der Sohn Erich Paul Leopolds von Heiseler, der im Ersten Weltkrieg als russischer Offizier fiel, und Nadeschas, der Tochter eines Kosaken und einer Großrussin. Sein Großvater Paul (1851-1914) war Bankier und „erblicher Ehrenbürger zu St. Petersburg“ und stand dem Hof nahe. 1923 entschloss sich Nadescha schweren Herzens, Boris und seine jüngeren Schwestern Tamara und Kira zum älteren Bruder  ihres gefallenen Ehemannes, dem Dichter Henry (1875-1928), nach Deutschland zu schicken, um sie aus der Not in Russland zu retten. Henry lebte seit vielen Jahren mit seiner Frau Emy und seinem Sohn Bernt (1907-1969), dem späteren Schriftsteller, im Haus Vorderleiten bei Brannenburg am Inn.  Später wanderten Boris und Kira nach England aus, während Tamara sich in den Westerwald verheiratete, ihren Mann als Offizier im Zweiten Weltkrieg verlor und dort 1979 starb. Boris wurde königlich britischer Major, Übersetzer und Autor und lebte bis zu seinem Tod 1976 in Cambridge.  1960/61 lud er Tamaras Sohn Wanja zu einem Studienjahr in Cambridge ein. Dort lernte sein Neffe das Manuskript kennen, das er später übersetzte. Wanja hinterließ bei seinem Tod 1997 eine digitale Fassung seiner Übersetzung, die sein Sohn Till überarbeitete und um Auszüge aus dem Erinerungsbuch Vorderleiten von Bernt ergänzte. Das englische Original ging verloren, ebenso die Fotografien und Anmerkungen, die Wanja dem Buch hatte beigeben wollen.

Ingo lebt anders

von Ingrid von Heiseler

AmazonNovember13IngoCover1563
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

Anfang der 1970er Jahre. Eine Zeitminiatur: Ingo ist ein Kind, dessen Eltern der damaligen Zeit entsprechend „alternativ“ leben: 1) Sie huldigen nicht der bis dahin üblichen Verteilung der Geschlechterrollen, sondern die Frau verdient das Geld und der Mann kümmert sich ums Kind. 2) Die Eltern gehen „sozial-integrativ“ mit dem Kind um und sie gestehen dem Kind im Umgang „Symmetrie“ zu. 3) Die kleine Familie hat sich aus dem technisierten Leben in eine „in der Natur“ gelegene alte Mühle zurückgezogen.

Mein Gedanke war, dass dieses Kinderbuch Aspekte der psychischen Realität darstellt und dass das lesende Kind/der/die lesende Erwachsene etwas von den psychischen Mechanismen, die in ihm wirken, erfährt, ohne dass es/er/sie mit Theorie belästigt wird.

Judith Rozsas – damals Schülerin, heute Malerin – fertigte die wunderschönen
Tuschzeichnungen zu den einzelnen Kapiteln an.

 

Dieser Eingang ist nur für dich bestimmt

Erzählungen und andere kürzere Texte

von Ingrid von Heiseler

Als eBuch und als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag und als Taschenbuch
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Über das Buch: Einigen der in ein paar Jahrzehnten entstandenen Texte liegen reale Erlebnisse der Erzählerin zugrunde. Wo diese unvollständig erschienen, wurden sie ergänzt, sodass es schwierig wäre, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden. Die Themen sind: Generationen, Reisen, Fast autobiografisch, Alter und Figuren. Den Rahmen bilden die Texte Schriftstellerei und Nachlass. In die Sammlung aufgenommen wurde auch New Chapter to Richard Bach’s Illusions und die Antwort Bachs auf die Zusendung.

Kommentar: „Zur Supernova fliege ich davon, sehe von dort aus zu mit einem Supernova-Fernrohr, wie ich hier spiele und spazieren hinke.“ Spannend erzählt Ingrid von Heiseler, wie Menschen Wege gehen, wie Menschen spielen. Mit dem Fernrohr kommt sie ganz nah heran – bis zu Innenansichten. Unaufdringlich lebt ihr reger Geist mit den Personen und dem Geschehen.
Die thematisch und formal sehr unterschiedlichen kürzeren Texte, darunter die nur ‘fast autobiographische’ Lebensreise, bieten Einblicke und Einsichten. Die Geschichten sind dort nicht fertig, wo der Text endet. Sie enthalten mehr, als die Worte sagen, und schwingen weiter in Verstand und Gefühl.” (Dr. Martin Arnold)
Man könnte die Texte auch unter dem Titel zusammenfassen: „Kommt dir das nicht bekannt vor? Kennst du nicht auch solche Leute?“ Manche Geschichten enthalten satirische Elemente.

Lost in Goa

Fakten und Fiktion

von Ingrid von Heiseler

AmazonAugust13
Jetzt auch als pdf in der Deutschen Nationalbibliothek mit Katalogeintrag

GoaHaus3.5._1563Über das Buch: In Goas Hauptstadt Panjim treffen sich drei Deutsche: Arno, der in Indien seinen ihm unbekannten indischen Vater sucht, Manuela, die sich dort umbringen will, und die Pensionärin Angela, die sich aus Langeweile nützlich machen möchte, der  Brasilianer Ramon, der sich auf dem Rückweg vom Ganges befindet, in den er die Asche seines indischen Großvaters gestreut hat, und der sich in Goa verliebt, dazu die Goaner: der Architekt Bernardo, bei dem Arno wohnt, die Hausbesitzerin in Calangute Vilma, der Reporter Rajashree,  die junge Rohini, der ihre muslimische Familie die Liebe zu Ramon verbietet, und schließlich die Vierjährige, die den Namen Rosa bekommt.

Zur Komposition: Bei den Personen Angela, Bernardo und Vilma handelt es sich um Porträts realer Personen, ebenso wie bei dem Schriftsteller und den beiden Ärzten.
Am Rande der Haupthandlung steht ein zum Hinduismus übergetretenes amerikanisches Paar, das seine Existenz einem in einer Zeitung abgedruckten Brief verdankt, in dem gemeldet wurde, der Mann sei bei einem rituellen Bad im Ganges ertrunken.
Das Buch stellt Lebens- und Denkweisen im heutigen Goa in Beschreibungen und Gesprächen dar, die in die Haupthandlung eingefügt sind.

Die Autorin kennt Goa und besonders Panjim aus eigener Anschauung. Während ihrer ausgedehnten Aufenthalte dort, schöpfte sie aus mündlichen und schriftlichen Quellen – vor allem aus Zeitungen – und verarbeitete ihre eigenen Erfahrungen im Land.

Rezension in NRhZ

 
LostInGoaCover

“Papierbuch” Lotos Verlag: Berlin 2001.

Achtsame Mediation

Buddhistische Wege der Konfliktbearbeitung

von John A. McConnell

Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler
Internationaler Versöhnungsbund (Hrsg) Minden 2002.

AmazonJuli13
Deutsche Nationalbibliothek

ebook_cover_achts_mediationAuch bei uns „im Westen“ heißt es, dass neben guten Techniken vor allem die Haltung der Mediatoren den Verlauf einer Mediation bestimme: gute Mediatoren sind freundlich, fair und
selbstkritisch.
Aber woher nehmen?

Auf diese Frage antwortet das Buch von John A. McConnell:
Die buddhistische Psychologie kann einerseits die Haltung der Mediatoren begründen und andererseits ihr Verständnis für den Konfliktprozess und die an ihm beteiligten Menschen vertiefen.
Konflikte schaffen Leiden. Die Lehre Buddhas, das Dhamma, gehört überall da hin, wo es Leiden gibt, denn sie handelt von der Befreiung vom Leiden, schreibt der Autor. Als Christ bezieht er sich nicht auf das buddhistische Ziel des Eingehens ins Nibbana (Sanskrit: Nirvana), sondern er hebt den Wert des Dhamma für diesseitige Friedensprozesse hervor:

Sie müssen hier und jetzt in unseren Herzen und in der gegebenen Situation beginnen.

Wenn das Dhamma aus seiner religiösen Isolierung herausgeholt wird, zeigt sich, dass es Mittel und Wege zur Lösung von Konflikten auch in unserer modernen Welt anbietet. Mit Hilfe des Dhamma werden die Wurzeln der Konflikte in großer Tiefe beleuchtet, so daß die weiten Wege zurück in die Vergangenheit und in den Fernen Osten der Mühe wert sind.

„Anwendung des Dhamma“ heißt zuallererst Anwendung von „Achtsamkeit“: Mediatoren gehen achtsam mit den Streitenden, mit dem Mediationsprozeß und mit sich selbst um. Für die Streitenden bedeutet das, dass Achtsamkeit ihnen einen Zuwachs an Selbstwahrnehmung ermöglicht, sodass sie sich über die Gefühle klar werden, die zu ihrem konfliktträchtigen Verhalten geführt haben und die es aufrechterhalten. Sie begreifen den Konflikt als einen Prozess, an dem sie selbst beteiligt sind. Für den Mediationsprozess bedeutet es, dass die Mediatoren seinen Verlauf aufmerksam verfolgen, die Ergebnisse am Ende zusammenfassen und nach den Sitzungen darüber nachdenken. Im Umgang mit sich selbst heißt das für die Mediatoren: Sie achten auf ihre Gefühle und Gedanken. Sie zwängen sich nicht in eine Rolle und sonnen sich auch nicht darin, sondern sie richten ihre Aufmerksamkeit darauf, wie sich die für förderliche Mediation nötigen Einstellungen in ihnen
entwickeln.

Paticca-samuppada-Zyklus

 

 
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